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Was ist Fitness?: Fitness vs Bodybuilding HomeGym oder Fitnesstempel? Training Daheim! Wie Tranieren?

Training Daheim!

Warum trainiere ich zu Hause?

Da ich ja schon etwas länger dem Kraftsport oder auch in letzter Konsequenz dem Bodybuilding fröne, habe ich alles durch:
Früher: Ohne jedwedes Wissen ins Studio gerannt und den dort trainierenden Schweren Jungs versucht etwas abzugucken.
Da waren Übungen wie Bankdrücken (man will ja sein wie Arnold), Schulterdrücken und unzählige Übungen mit Kurz- oder Langhantel für die Arme das Maß der Dinge. Damals (also vor 35 Jahren) gabs aber auch noch nicht DIE Maschinen wie heute.
Beine trainieren? Braucht man nicht, will doch am Strand oder der Disco gut aussehen. Ich glaube, damals hat sich schon der Begriff Discopumper eingebürgert. Dieser bezeichnet das Klientel junger gutaussehender Männer, die dem weiblichen Geschlecht mit breitem Kreuz und breiten Armen signalisieren wollen, was für tolle Hechte sie sind.
Beintraining wird von Discopumpern grundsätzlich nicht gemacht. Das Training eines Discopumpers besteht fast ausschließlich aus Bizeps und Brustübungen. Merkmale für einen Disco-Pumper sind dünne Beine und Shirts die gerne 2 Nummern zu klein gekauft werden.
Doch zurück zu mir:
Nach vielen Jahren des Trainings, bzw. auch der Pausen durch Operationen und anderer Vorkommnisse weiss ich wie man trainiert.
Mich hat an Studios immer abgestoßen, desto günstiger der Preis, desto mehr Trainierende bevölkern die Trainingsflächen, gerne und viel auch die vorhin genannte Spezies unserer Helden.
In den Schicki Micki tempeln, die meist doppelt bis 4-fach so teuer sind, läuft auch oftmals nur diese Zielgruppe rum. Ein effektives und ambitioniertes Training auch mit dem Einsatz von schweren gewichten ist da kaum möglich. Ständig fühlt man sich beobachtet, ständig meint man, mit Kopfschütteln anderer seine Übungen begleitet zu sehen.
Ich kann mich noch gut an ein Training erinnern, was ich seinerzeit noch mit meiner Frau durchführte:
Wir trainierten Rücken, genauer gesagt an der Latzugmaschine. Da ich irgendwann mit dem Maximum trainieren musste, um an meine Leistungsgrenzen zu geraten verfälscht man auch mal ab und zu die Bewegungen, was ich zwar keinem Beginner rate, länger trainierende werden mich aber verstehen.
Da sah ein älterer Herr und sprach mich an, ich solle doch die Übungen sauber ausführen, dann klappe das mit dem Muskelaufbau auch besser.
Ich muss dazu sagen, dass ich immer mit weiten Klamotten trainiere, allein schon wegen der besseren Bewegungsfreiheit.
Natürlich ist dann für Nichtkenner oder hier diesen älteren Fitnessherrn nicht signifikant ersichtlich, wie es unter den Klamotten aussah.
Aber egal.
Ich den reden lassen und mich herzlich bedankt und ihn dann seinem Stepper weiter überlassen.

Irgendwann kurze Zeit später beinahe wieder das gleiche Szenario. Ich konnte förmlich merken, wie es ihn wieder juckte, mich anzusprechen und den Cheftrainer raushängen zu lassen.
Ich gab meiner Frau kurz ein Zeichen und wir mussten schon lachen.
Damals trug ich unter einem weiten Oberteil noch ein Muskelshirt, also nicht diese Extremen mit den dünnen Trägern, sondern quasi ein Achselshirt.
Wir trainierten grad Schultern und ich war schon mächtig aufgepumpt.
Also: ich das Oberteil ausgezogen und meine Übung gemacht.
Ich sah natürlich in dem Moment aus, als passte ich durch keine Tür und lief wie zufällig an dem Besserwisser vorbei, grüßte überaus freundlich und teilte ihm mit, er möge es bitte zukünftig unterlassen den Lehrer zu spielen, wenn er von Tuten und Blasen keine Ahnung habe. Natürlich fühlte er sich ertappt und lief rot an.
Wir haben ihn dann in dem Laden im Übrigen nie wieder gesehen.

SOWAS passiert mir Zu hause natürlich nicht.

Natürlich bieten Studios, wie o.g. ein großes Angebot an verschiedenen Übungsmöglichkeiten an.
Aber für wen und was?
Kniebeuge, Bankdrücken und Kreuzheben, also die drei Grundübungen reichen anfänglich mehr als aus. Natürlich ist es charmant, einen Zugturm zu haben, um auch von oben nach unten zu ziehen, bzw. je nach Übersetzung der Kabel auch von unten. Aber Elementar wichtig ist das nicht, zumindest nicht, solange man als Anfänger überhaupt einmal seinen Körper und seine Muskeln kennenlernen muss.
Ausserdem gibt es auch Wege, im DIY-bereich sich Zugmöglichkeiten selber zu bauen
Hat man sein Studio zu hause, kann immer trainieren und spart viel Zeit durch zusätzliche Wege zum Fitnessstudio. Das kann vor Allem morgens vor der Arbeit oder abends sehr praktisch sein, denn nach einem anstrengenden Arbeitstag fährt sicherlich keiner so wirklich gerne noch extra Runden durch die Stadt. Und Um ein effektives Krafttraining von zu Hause aus zu machen, braucht es keine dutzenden Geräte, das sagte ich schon. Ein platzsparendes Multigym oder eine Hantelstation mit Kurz- und Langhantel reichen in der Regel schon völlig aus, um alle wichtigen Übungen durchzuführen, die für einen schnell sichtbaren Muskelaufbau entscheidend sind.
Aber auch der fast schon obligatorische Fitness-Dress-Code entfällt - man trainiert einfach so, wie es einem gefällt und wenn es auch in Unterhose ist. Es entfallen aber auch nervige Wartezeiten und auch das individuelle Einstellen von Geräten wird überflüssig, denn meist bleibt das eigene Gerät zu Hause richtig positioniert. Und auch die eigene Dusche oder das entspannenden Sofa sind nur ein paar Schritte entfernt.

Welche Geräte? Kaufen oder Bauen?

Das richtet sich zum Einen nach dem Platzbedarf, aber auch nach dem Budget.
Es bringt nichts, einfach das günstigste zu kaufen, nur um überhaupt etwas zu haben.
Da auch wieder meine Empfehlung: Überlegt gut, was ihr machen wollt.
Seid ihr Anfänger, leicht Fortgeschrittener oder sogar jemand, der schon vieles weiss, seinen Körper einschätzen kann und vielleicht nach einer Zwangspause (so wie ich) wieder einsteigen will?

Ein beliebtes Setup für das Heimtraining ist eine Hantelbank. Dazu Kurzhanteln, Langhantel und unterschiedlichen Gewichte. Mit einer Hantelbank oder –Station lassen sich die Muskeln variabel mit unterschiedlichsten Übungen trainieren. Zudem ist sie in punkto Anschaffung her eher preiswert, doch sollte man trotzdem unbedingt auf Qualität achten. Sie muss absolut stabil stehen und auch das Polster sollte für eine Dauerbelastung ausgelegt sein. Dazu bieten sich sogenannte Kettlebells für kraftvolle und dynamische Übungen an.
Aber auch Fitnessbänder und Gymnastikbälle haben ihren Nutzen. Als schützende und geräuschdämpfende Ablage für den Untergrund eignen sich übrigens Fallschutzmatten sehr gut. Training mit Hanteln wird auch als freies Krafttraining bezeichnet, da die Bewegungen ungeführt sind. Dies hat Vor- und Nachteile. Die Vorteile liegen im gleichzeitigen Training der Koordination und in der gleichzeitigen Beanspruchung ganzer Muskelgruppen im Verbund. Die Nachteile liegen hauptsächlich in der korrekten Bewegungsausführung, besonders für Anfänger.

Ein Home- oder auch Multigym vereint verschiedenste Geräte zu einem Fitness-Center auf engen Raum, wodurch es geradezu prädestiniert ist für das Krafttraining für zu Hause. Ob Arm-, Brust- oder Schultertraining, ein trainierter Rücken oder straffe Beine, mit einem Homegym ist alles drin!
Übliche Komponenten sind u.a. Latissimus- und Bankdrück-Station, Beinpresse, Butterfly, Trizepsseil, Bizepscurlpult, Klimmzugstange und Cable-Cross. Ein Multigym ist mit seinen geführten Bewegungen auch ideal für Anfänger geeignet.

Wichtig:
Möglichkeiten zum effektiven Krafttraining von zu Hause gibt es viele.
Zu beachten ist aber unbedingt: „Wer billig kauft, kauft zweimal“. Die Qualität muss stimmen, damit Ihr lange Freude an Euren Geräten habt. Es kommt dabei vor allen Dingen auf Verarbeitung, Material, Stabilität, Qualität und auf die Polster an.

Jetzt habe ich Euch so viel erzählt und wollte Euch doch eigentlich sagen, warum ich mir das Power Rack gebaut habe und was ich damit alles machen kann.
Vorrausschicken möchte ich aber, dass ich kein Anfänger bin.
Obwohl ich nun drei Jahre pausiert habe, weiss ich 1. Wie es geht und 2. Kenne ich meinen Körper und 3. Kenne ich die Übungen, die man mit wenig Aufwand auch machen kann und die mir etwas bringen.