Appi-Mobil

Bodensee

1.-5. MAI BODENSEE/ALLGÄU

1. Mai
Am Morgen des Maifeiertags machten wir uns auf den Weg an den Bodensee. Das Fahrzeug hatten wir, bis auf die Kleidung, schon am Abend vorher Reisefertig gemacht, also konnte es gegen 9:30 Uhr dann losgehen.
Wir wählten die Strecke über Frankfurt, Stuttgart und dann immer Richtung Bodensee.
Der Verkehr (vor allem des Schwerlastverkehr aufgrund des Feiertags) hielt sich in Grenzen, so dass die Anreise recht flott voranging. Natürlich hielten wir unterwegs auch öfters an um uns, vor Allem aber unserem Vierbeiner, eine Pause zu gönnen.
Unser erstes Ziel sollte der SP in Überlingen werden. Hier angekommen war der Platz proppevoll, allerdings gefiel dieser SP uns jetzt nicht wirklich so sehr, dass wir uns immens geärgert hätten. Dann halt zum nächsten.
Dieser lag in Meersburg und ist einer von dreien, die Meersburg anzubieten hat (Wohnmobilstellplätze wohlgemerkt) und nennt sich Wohnmobilstellplatz Ergeten. Die anderen beiden heissen Allmend 1 + Allmend 2 (was aber in meinen Augen bessere Parkplätze sind, aber das entscheidet jeder für sich).
Auch dieser Parkplatz rappelvoll, nicht eine Parzelle mehr frei. Mhmm..... was nun? Der Reisemobilist baut natürlich vor und hat seinen Chinakracher (Navi aus HK) Wohnmobilstellplatz an der Alten Brennerei
Als wir die letzten Meter zum SP zurücklegten, war mir klar: Der isses !!!!!
Klein, Fein, parzelliert, zwar etwas uneben (Auffahrkeile nicht vergessen) und mit direkter Anbindung an die Gastronomie. In der Gaststätte meldeten wir uns dann auch an.
Mittlerweile war es auch kurz nach 16 Uhr, so dass wir uns erstmal ausrichteten, alles auf Häuslichkeit trimmten und Elfi meldete uns dann sogleich an, während ich geduldig mit unserem Conner-Bub draussen wartete, um dann gemeinsam eine Runde durch den kleinen Ort Stetten zu unternehmen, man muss ja wissen, wo man ist.
Im Anschluss daran (durch den 1. Mai waren viele Wanderer und Radfahrer unterwegs und der Freisitz (Biergarten) war gut gefüllt) nahmen wir gleich einen freiwerdenden Tisch in Beschlag und entspannten uns bei lecker Weizenbier und Most.
Nach einem leckeren Abendessen (zudem noch recht preisgünstig) und einer kurzen "Vordemzubettgehgassirunde" war der Anreisetag unseres Kurzurlaubs auch schon vorbei.

2. Mai
In der Nacht hatte es geregnet ohne Ende und wir wähnten uns des Morgens schon im Wasser aufwachen. Aber nichts da! Alles dicht, kein Wassereintrit, also alles im Grünen Bereich.
Nach der Morgenrunde mit Conner wurde erstmal gefühstückt, immerhin hatten wir noch Baguette und Brötchen vom Vortag dabei. Diese im "Toaster" geröstet, bzw. aufgebacken. Dazu gabs, von der Dame des Hauses, also der Frau Prokuristin, bzw. .....ja gut......, von meiner Cefin selbstgemachte Rum-Waldfrucht-Marmelade. Ein Genuss.
Danach wollten wir nun in Richtung Bodensee. Durch Erzählungen von Gästen am Vorabend, musste der See auch nur ca. 15 Minuten entfernt sein.
Also, wir uns auf den Weg gemacht.
Das mit den 15 Minuten stimmt bestimmt, hätten wir uns nicht irgendwie "verlaufen". Dies im Sinne von, einmal den falschen Weg genommen und noch im Ort suchend umhergeirrt. Aber dann wars geschafft und der Bodensee war nah und wir wanderten durch Weinberge und an einer Ehrenstätte für Kriegsopfer vorbei zum Bodensee.......Unten dann am Seeufer waren wir endlich angekommen, zum Einen geographisch, aber auch urlaubstechnisch.
Nun gings am Seeufer entlang in Richtung Meersburg. Die Entfernungsangaben sprachen was von 2,5km ab Stetten, was ich auch so unterschreibe. Und das Wetter konnte besser nicht sein. Wir mussten sogar unsere Jacken um die Hüften binden, weil die Sonne und damit auch die Wärme hervorkam.
An einer seichten Stelle am See konnte sich dann auch unser Wuff erfrischen und sprang, halt Labbi-typisch, in das kühle Nass des Sees. Hund froh, Herrchen froh......was braucht man mehr?
Meersburg empfanden wir als typischen Touristenort, da gibts Orte z.B. an der Mosel oder am Rhein (Cochem oder Rüdesheim), da siehts ähnlcih aus. Damit meine ich im eigentlichen Sinne das typische Geschäft mit den Merchandising-Produkten, bzw. der Aneinanderreiung von Cafés und Restaurants an der Uferpromenade.
Aber auch wir reihten uns ein in die Touristenmanier und setzten uns erstmal in ein Eiscafe.
Nach Speghettieis und Eiscafé gings dann irgendwann wieder zurück in Richtung Stetten.
Die Sonne wurde immer wärmer und das, was wir von Stetten vorher runtergelaufen waren, musste nun wieder hochgelaufen werden. Sowohl Hund als auch Herrchen hing irgendwann die Zunge aus dem Hals.
Aber ich wurde natürlich am Abend mit einer kühlen Weizenkaltschale belohnt und was ich anfänglich noch gar nicht merkte, zeigte sich nun........ Sonnenbrand.......Arme und Birne (also Kopf, bzw. Stirn) waren gerötet.
Egal, da muss man durch, am Besten mit Flüssigkeit....*hehe*
Da dies auch unser letzter Abend hier sein würde, unterstützen wir nochmals die Gastronomie und erwarben auch "Cox-Orange - gereift im Eichenfass", einen erstklassig schmeckenden Apfelschnaps. Der steht natürlich im WoMo, falls man mal verdauen muss, oder sich auch mal Gäste einfinden.



3. Mai
Unser heutiges Reiseziel sollte Amtzell werden, eine Gemeinde im Landkreis Ravensburg im württembergischen Allgäu, welche auch als „Westliches Tor zum Allgäu gilt.
Hier wollten wir den SP Büchelwiesen am Gasthof Adler anfahren, den ich durch viele positive Berichte in den einschlägigen Stellplatzführern als erste Wahl ansah. Ok, nicht am Bodensee, aber hauptsache ruhig und idyllisch gelegen.
Auf dem Weg dorthin machten wir noch Halt in Friedrichshafen und liefen auch hier noch ein wenig mit dem Hund an der Uferpromenade entlang, bzw. speisten noch zu Mittag. Es gab Leberkäsweck....lecker.
Danach fuhren wir weiter in Richtung des eigentlichen Ziels.
Hier angekommen, waren sehr viele Plätze schon belegt. Ich wunderte mich zwar, dass hier fast nur Dickschiffe (Concord, Carthago, N+B, Hymer XXL) standen, aber als Grund erfuhren wir, dass hier wohl ein 70. Geburtstag gefeiert wurde und u.a. ein Zelt aufgebaut wurde um das Wiegenfest zu feiern.
Stünden wir mit "normalen" Womos, egal of Alkoven, TI oder Intergriert nebeneinanden, so ist der Unterschied meist nie groß. Hier aber, trotz unserer 7m Länge und 3,10 Höhe, sahen wir neben unserem Nachbarn (ein Corcord mit MAN Fahrgestell) aus wie ein Zwerg. Auch die anderen waren nur unwesentlich kleiner und es hatte was von einem Reisebusparkplatz.
Wie auch immer, wir hatten einen ausgezeichneten Platz mit toller Sicht, so dass auch unsere Fellnase alles überblicken konnte, was ihm sichtlich gefiel.
Auch hier wieder ausrichten, einrichten, Stellplatzgebühr bezahlen (hier noch 2€/Tag für den WC/Dusch-Schlüssel zusätzlich) und mal mit dem Hund ne Runde gedreht, um zu sehen, wo man denn eigentlich ist.
Die gesamte Anlage des Platzes hat was von Golfanlage, zumiundest sieht der Rasen so aus. Sehr sauber, sehr ordentlich und optisch ein Hingucker. Man steht parzelliert auf Rasengittern und hat Platz ohne Ende.
Ein weiterer Bereich ist Terassenartig angelegt, hier stehen die Mobile dann auf verschiedenen Nievaus, was aber auch sehr harmonisch in die Landschaft passt.
Hier trafen wir auf Gleichgesinnte einer Facebook-Gruppe, denen wir erzählt hatten, wir wollten diesen SP anfahren und tatsächlich waren die beiden schon vor uns da und da man sich überhaupt noch nie persönlich kennenlernte, wurde das natürlich sofort nachgeholt und dies dann am Abend in gemütlicher Runde im Gasthof Adler.



4. Mai
Nun ist schon der vorletzte Tag unseres Kurzurlaubs und heute wollten wir wieder raus zum Spazieren mit Wuff. Wir gingen in Richtung Amtzell und irgendwie neigen wir dazu, uns zu verlaufen, denn statt direkt der Strasse zu verfolgen, umrundeten wir den gesamten Ort, unterbrochen von einem Kurzbesuch eines Wochenmarktes, der hier immerhin aus 5 Ständen bestand. Irgendwas kaufen wir wohl immer, denn Elfi musste zumindest mal Honig von emsigen Amtzeller Bienen kaufen. Da es das Wetter auch heute gut mit uns meinte, es aber nicht ganz so warm war wie am Tag in Meersburg, war der Spaziergang um und in Amtzell eigentlcih genau das, was wir wollten. Natur und Landschaft geniessen, der Hund sollte auf seine Kosten kommen und zwischendurch halt auch entspannen.
Dies taten wir dann nach der Rückkehr am Stellplatz.
Am Nachmittag gesellte sich dann (auch unbekannt) ein Ehepaar aus der Schweiz zu uns auf den SP. Das besondere hieran: Wir verabredeten uns über ein Wohnmobilforum, da auch die beiden einen alten Fendt fahren, zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch.
Es wurde ein netter und schöner Abend mit fachsimpeln und dem Austauschen von Erfahrungen und eigenen Anekdoten.
Im Anschluss hieran luden wir dann noch Frank und Gabi (die beiden "Facebook-Womobilisten") zu uns ans Womo ein und wir sassen bis nach 24h noch zu sechst vorm Womo und es liess sich auch keiner vom Regen abhalten, mir pünktlich zum Geburtstag zu gratulieren. Schön wars!!!!!



5. Mai
Tja, letzter Tag und Rückreise in die Heimat.
Da kann man gar nicht viel berichten, ausser die Verkehrsverhältnisse und das Wetter zu thematisieren. Dem möchte ich Rechnung tragen und berichte, dass sich der Verkehr in Grenzen hielt und das Wetter sensationell gut war und es Aussentemperaturen von 25 Grad hatte. Zumindest hatte ich so noch nie meinen Geburtstag verbracht.
Auch hier gilt das gleiche wie für die Anreise am 1. Mai, dass wir regelmässig unsere Conner-Pausen machten, um uns die Beine zu vetreten oder uns bei einem amerikanischen FastFood-Laden mit schottischem Namen eine delikat verpackte Speise zu gönnen.

Das war sie also, unsere Bodenseereise mit Abstecher ins Allgäu.