Appi-Mobil

Klingenberg/Kitzingen

13. - 15.9.2013, UNTERWEGS IM NEUEN WOMO

13.9.
Am Freitag den 13. ausgerechnet eine Jungfern-, bzw. Erprobungsfahrt mit dem neuen WoMo. Auf so eine Idee kommen nicht viele, aber wir sind ja zum Glück nicht abergläubig.
Leider konnten wir erst sehr spät losfahren, da wir noch unsere Holzlieferung für die kalte Jahreszeit erwarteten. Avisiert war die Lieferung zwischen 13 und 14 Uhr, jedoch schüttete uns der Lieferant die sieben Raummeter !!!!!!!!! erst gegen 14.45h in den Hof. Mit Hilfe von Eltern und Schweigereltern und mit drei Schubkarren gings ans Werk und trotz einer kurzen Kaffeepause waren wir dann zweieinhalb Stunden später fertig.
Noch kurz abduschen und ab gings, denn Elfi hatte das WoMo schon am Abend vorher, bzw. noch am selben Tag mit den wenigen zu benötigenden Sachen beladen, so dass wir dann auch zeitnah losfahren konnten.
Eigentlich sollte uns der Weg direkt nach Kitzingen führen, aber aufgrund der allgemeinen Situation (Feierabendverkehr am Freitag + Wochenendverkehr), entschieden wir uns gegen eine anderthalbstündige Anreise und zogen es vor, erstmal nach Klingenberg zu fahren und dann am nächsten Tag der Stadt Kitzingen einen Besuch abzustatten. War aber auch ganz gut so, denn so konnten wir das Auto und die Einrichtung auch mal zwei Nächte mit allem Pipapo testen, inkl. Aufbau, Abbau, ausrichten nund dem dazugehörigen Erfahren des Händlings.

Wie würden wir schlafen? Wie ist die Handhabung des Fahrzezugs beim Fahren? Wie ist das Umdenken von Alkoven mit seinem doch sehr charmanten Platzangebot durch die Ablagemöglichkeit in der oberen Schlafetage zum Teilintegrierten?
Wie wird das und dieses sein?

Nach ca. 40 Minuten waren wir bei Sonjas Reisemobilhafen am Main angekommen. Die Fahrt war unspektakulär und ich genoss das Fahren sehr. Endlich konnte ich mich mit Elfi während des Fahrens unterhalten. Wirklich unterhalten und nicht anschreien oder doppelt alles erzählen müssen, weils beim ersten mal in der Geräuschkuliusse unterging.
Ausserdem konnte ich wieder in Ruhe Radio hören und mich beim Fahren berieseln lassen. Schon klasse so ein laufruhiger 3l-Motor.
Da fängt die Tour schon auf der Fahrt an, eine Entspannung zu sein.
Also hier auf jeden Fall alles richtig gemacht.

In Klingenberg angekommen also erstmal ausgerichtet. Ich ging davon aus, dass alles irgendwie leichter, einfacher von der Hand gehen müsste, immerhin hatten wir doch jetzt ein kompakteres WoMo.
Dennoch war ich den ollen Fendt halt noch gewohnt und ich rannte gefühlte 122 mal rein und raus, nach hinten, traute weder den Libellen der kleinen Dreieckswasserwaagen, noch den Anregungen meiner Gattin. Letztere sollten aber korrekt sein.
Dann irgendwann standen wir auch so, wie gewünscht und weiter gings mit dem Verstromen.
Die uns nächste Steckdose war noch nicht freigeschaltet, also mussten wir die letzte noch freie an einem entfernteren Stromkasten befindliche Steckdose nehmen. Problem nur, dass eine Kabeltrommel mit 25m nun mal keine 35m weit reicht. Glücklicherweise stand neben uns ein Phönix eines Kölner Ehepaares, die uns mit einem Stück von ca. 15m Verlängerungskabel aushalfen. Nicht die letzte Hilfe, doch dazu später. Kölner.......und das mir, dachte ich noch. Als aber dann der Kollege aus der Domstadt dann noch dem Herrn aus Düsseldorf, also mir, eine Flasche Kölsch gab, mit den Worten, ich möge doch mal was leckeres trinken,........war ich kurz vor Nasenbluten, aber irgendwie fand ichs klasse. Allein daran sieht mal halt, dass wir als Rheinländer eine besondere Spezies sind. Hilfsbereit, Kontaktfreudig und Kommunikativ. Zwei Rheinländer am Main........ irgendwie Stoff für eine Büttenrede.....!!!

Während ich also alles am Fahrzeug klarmachte hatte Elfi bereits eine kleine Gassirund mit unserem Conner-Man unternommen.
Bei Rückkehr der beiden, kam die nächste Herausforderung: Hatten früher zu Fendt-Zeiten, den Wuff doch an der Trittstufe festgemacht, fiel dies jetzt weil wegen nicht Vorhandensein der Stufe ins Wasser. Was tun? Eigentlich wollte ich noch einen Haken unter dem Wagen befestigt haben, aber dazu war noch keine Zeit. Womit also befestigen? Aussenspiegel? Nein, wohl eher nicht, dies kann man vielleicht für kleine und geringewichtige Hunde realisieren, aber nicht bei unserem Wuff.
Hier war wieder Köln an der Reihe und schlug einen massiven Hering aus Dreikantstahl in die Erde........!
Hund befestigt, alles war gut.

DAS ist Hilfsbereitschaft.
Sollten die Kölner Phönixe diesen Bericht hier durch kaum vorstellbare Zufälle mal lesen, nochmals sei ihnen herzlich gedankt, denn trotz des Dankes am Abend, gerne hätte ich dies bei der Abreise am nächsten morgen wiederholt, bzw. untermauert, aber als ich das geliehene Kabel und den Hering überreichen wollte, waren die beiden wohl schon unterwegs, denn mein Klopfen an der Aufbautür wurde nicht erhört.

Nun gings weniger spektakulär zu: Mit Wuff spazieren, im Zuge dessen noch in einem Biergarten (denn kalt war es nicht und Wuff konnte auch in Ruhe rumliegen) das Schnitzelangebot getestet (alle Schnitzel Freitags für 7,50€), dazu noch ein Radler bzw. lecker Weizen und gut wars.
Am WoMo angekommen gleich rein und den Abend beim Fernsehen ausklingen lassen.
Hier dann doch noch was (zumindest für uns) spektakuläres: Das wie von Zauberhand automatische Einstellen der Sat-Schüssel auf Knopfdruck. Ei, was hatten wir uns darauf gefreut!



14.9.
Sensationell gut geschlafen, trotz einer etwas kleineren Schlafstatt. Das war bei uns beiden einhellig die positive und zutreffende Aussage! Also: geht doch!
Da wir noch vom Frühstück am Freitagmorgen zuhause Brötchen übrig hatten, haben wir auch gleich den Backofen ausprobiert. Auch hier: Astrein!!! Funzte tadellos, die Brötchen schmeckten knusprig und somit hat der Backofen auch seinen ersten Test erfolgreich bestanden.
Danach das übliche: Alles zusammenpacken, schnell noch entsorgt (WC + Grauwasser) und weiter gings über Landstrassen in Richtung Kitzingen. Die Autobahn nutzten wir nur kurz.
Neues Frischwasser mussten wir auch nicht fassen, denn vor der Abfahrt hatte ich den Tank mit 130l gefüllt, immerhin 30l mehr als bei vorherigen WoMo, was für uns fur ein Wochenende ganz einfach jeweils zwei Duschen, ohne Angst vor Wassermangel, mehr bedeutet.

In Kitzingen angekommen, business as usual: Platz aussuchen (hier auch mit Blick auf den Main), ausgerichtet, verstromt, Hund angeleint (diesmal ohne den Kölner Hering). Ich hatte doch noch das Sturmkit der alten Markise im Wagen und es stellte sich heraus, dass dieser Haken auch für das Hundefestmachen geeignet ist.
Da das Wetter doch noch recht angenehm war, setzten wir uns erstmal vors WoMo und genossen den Blick auf den Main.
Es gesellten sich dann auch einige Enten zu uns, die Elfi dann großzügigerweise mit den nicht verzehrten Brötchen vom Frühstück fütterte. Unser Hund, der Blödmann, zeigte keinerlei Interesse an den noch laufenden Braten, irgendwie war ihm das im Gegenteil alles suspekt.

Nach einem kurzten Mittagsmahl in Form von selbstgebackenem Marmorkuchen, gings dann über den Main in Richtung Altstadt Kitzingen.
Mal ehrlich: Altstädte haben alle ihren Charm und Reiz, doch wir beide stellten gemeinsam fest, kennste eine, kennst alle. Den Hype, den manche immer veranstalten, dass man bloss und unbedingt dies und das und ja das da sehen müsse, können wir nicht mehr nachvollziehen.
Klar ist Kitzingen schön, alte Häuser, nette Cafés, auch ein nett angelegter Park am Main....... nicht mehr und nicht weniger.
Vielleicht lags auch daran, dass wir hier rumliefen, als viele Geschäfte bereits geschlossen hatten, bzw. gerade im Begriff waren, ihre Türen zu schliessen.
Wir spazierten durch die Stradt und auf dem Rückweg liessen wir uns beide noch ein Spaghettieis schmecken.
Danach gings zurück zum Stellplatz und da nun auch der Regen einsetzte waren wir froh ins trockene zu flüchten. Der Regen sollte uns übrigens bis zu unserer Abfahrt am nächsten Tag treu bleiben.



15.9.
Regen!
Toll!
Das ist für den Hundebesitzer zwar ein Übel, aber es geht nicht anders und man lebt damit. Für den Reisemobilisten aber auch Grund, wenn der Tag ohnehin nur noch durch die Rückreise gen Heimat bestimmt wird, auch zeitig die Zelte abzubrechen.
Also gefrühstückt, zusammengepackt und vor Ort entsorgt.
Die Rückreise diesmal komplett über die Autobahn, mal sehen, was der Renault so auf der Pfanne hat!
Kurzum: kein Vergleich zum vorherigen Mobil und seiner Motorisierung.
Entspannt kamen wir dann gegen Mittag wieder wohlbehalten zuhause an.

Fazit:
Ein tolles Gefühl!
Ein tolles Wohnmobil!
Eine richtig getroffene Entscheidung!

Wir freuen uns auf die nächsten Touren, obwohl die "Saison" für uns nicht mehr so lange gehen wird, da wir jetzt nicht die ausgemachten Wintercamper sind und auch keine Winterreifen kaufen wollen, zumindest dieses Jahr nicht.
Zumindest das Treffen unserer WoMo-Facebook-Gruppe mit ca. 50 Fahrzeugen im Expocamp steht noch an, danach wird das Appi-Mobil dann wohl in den Winterschlaf versetzt.