Appi-Mobil

Elsass

D-LU-F

Wohin wollen wir eigentlich dieses Jahr?
Diese Frage musste grundlegend geklärt werden, bevor weitere Planungen und Recherchen des Zielumfeldes initiert werden konnten.
Da Elfi gerne mal ins Elsaß wollte war die Entscheidung recht schnell getroffen, zudem ist das Elsaß auch noch sehr Grenznah, so dass, im Falle eines Falles immer noch ein schneller Ritt nach D möglich wäre.
Nun steht sie an, unsere erste Auslands-Tour, nach Frankreich.
Bis auf Fragmente des Schulfranzösisch aus dem Jahr 1984 keine Sprachkenntnisse mehr vorhanden (ich), also einfach mal wirken lassen, so zumindest der Plan.

Hier der Hinweis auf das Video mit wirklich tollen Eindrücken:

6. JUNI

Da ich heute noch arbeiten muss und erst gegen Mittags den Rechner runterfahren kann, gehts auch erst am Freitagnachmittag los. Natürlich steht das WoMo schon seit Donnerstag-Abend im Hof und wurde beladen, betankt und mit allem, was mit muss, gefüllt. Inklusive zweier 5l Partydosen Warsteiner, Erdbeerprosecco, Erdbeerlimes und sonstigen Vorräten für die nächsten 3 Tage.
Die nächsten 3 Tage ????? JA, richtig gelesen, !!!!!!!
Wir treffen uns an der Mosel mit guten Freunden auf dem WoMo-Stellplatz in Kesten, bevor es für uns dann weitergeht in Richtung Luxemburg und dann weiter ins Elsaß nach Frankreich.

Für insgesamt 6 Wohnmobile hatten wir in Kesten reserviert, wobei der erste gemeinsame Abend am Samstag im Zeichen der Gemütlichkeit mit grillen, guter Laune und Spaß bestand.
Also ab auf die Bahn und bei Rüsselsheim dann DAS:

MOSEL

Stau bei Rüsselsheim

Egal, Stau ist ja bekanntlich nur hinten blöd und weiter gings dann auch recht schnell. Über Mainz und in Richtung Hunsrück und am Flughafen Hahn vorbei, kam die Mosel immer näher, man konnte sie förmlich schon riechen.

Kurze Zeit später war das Ziel nah.....

rechts runter Du fahren musst, tapferer Jedi

Der Wohnmobilpark in Kesten war erreicht. Der Betreiber, Herr Urmetz, nahm uns sogleich in Empfang und wies uns unseren reservierten Bereich zu.

Gruppe Appenzeller hat reserviert

Jeder der nächsten Tage stand im Zeichen grinsender Gesichter und der Spass an der Sache, nämlich sich mit Freude den Freunden gemeinsam zu treffen und gute Laune zu verbreiten.
Heute gesellten sich auch noch zwei Nachzügler zu uns, die auf der Heimfahrt eines Treffens der Stena-Line ihr Kommen zusagten. Auch hierüber freuten wir uns und der Spass ging weiter.
Am Montag dann verliessen uns alle wieder und wir waren alleine. Unser Urlaub nach Luxemburg und Frankreich hätte beginnen können.
Ja, HÄTTE, ....wenn nicht........
Unsere Fellnase hatte sich irgendwas eingefangen, irgendeine Milbenart schien ihm zuzusetzen. Er kratzte sich nur noch, das ganze Fell schuppte und die Haut war überall gerötet.
Vorausschicken muss man, dass Conner ohnehin an einer Milbenallergie leidet und die schien ihn jetzt wieder eingeholt zu haben. Was tun........unser Tierarzt daheim hätte Rat gewusst....also ein Anruf dort und es war klar, der Bub brauchte, wollten wir weiter in Urlaub fahren, eine Depot-Cortisonspritze. Also wir den, in Bernkastel-Kues ansässigen TA angerufen, der auch sein Kommen signalisierte.
Nach nicht mal zwei Stunden war er auch auf dem Platz !!!!!
Hier aber konnte er nur bestätigen, was wir schon wussten.....Spritze musste her.
Wir also alles abgebaut, in Ruhe und ohne Hektik und gegen 15h sollten wir in seiner Praxis im 8km entfernten Bernkastel sein.
Gemacht, getan, dort eingelaufen, die Spritze abgeholt, bzw. wurde Conner das Cortison gespritzt und dann zogen wir weiter.
DAS war das beste, was uns passieren konnte, das wir an Herrn Dr. Marks trafen. Ein sehr netter, humoriger und einfühlsamer Mensch, dem wir hier auch nochmals unseren Dank ausprechen müssen, Er hat uns und Conner sehr geholfen, denn nach ein/zwei Tagen hatte sich das Jucken erledigt und sowohl Wuff, als auch wir kamen zur Ruhe.
Parallel dazu hat sich Elfi dann noch eine Sonnenallergie zugezogen. Jucken, Pusteln auf der Haut, ganze toll. Auch hier mussten wir in Bernkastel in der Apotheke Fenistil und andere Mittelchen kaufen, damit sich der Zustand verbessern konnte.
Conner musste dann auch noch mit Reinigungsmitteln behandelt werden.

LUXEMBURG

Heute, am Dienstag, 10.6., gings dann für uns endlich richtig los.

Von Bernkastel Kues aus gings die Mosel entlang über Trier nach Luxemburg.
Erste Station, dem Einkaufen geschuldet, war Wasserbillig, für grenznahe Deutsche sicher DAS Mekka des günstigen Tankens.
Der Liter Diesel lag hier bei 1,17€, was aktuell 20 Cent unter den deutschen, aber auch, wie wir bald darauf festellen konnten, unter den französischen Spritpreisen lag. Also rappelvoll getankt, Beim Aldi noch Nahrungsmittel und Getränke eingekauft und weiter gings.
Zum Stellplatz Fuussekaul nach Heiderscheid am Rande der Ardennen sollte es gehen. Dieser Stellplatz ist seit Kurzem auch in der Liste von "Top-Platz" enthalten und gefiel uns bei der Batrachtung des Printmediums und auch im www recht gut, also hin.
Fuussekaul ist eine recht großzügig angelegte Campinganlage mit mehreren Sanitäranlagen und Supermarkt, Campingshop, Restaurant, etc.
Speziell für Gäste mit einem Wohnmobil wurden vor ein paar Jahren der "Camperhafen" eröffnet. 35 Wohnmobilstellplätze, die alle beleuchtet sind und jeweils über eine eigene Rasenfläche verfügen.

looks like Süditalien

Hier in Fuussekaul blieben wir zwei Nächte, alleine schon, um mal endlich runterzukommen, schliesslich waren wir auch nicht auf der Flucht. Elfi erkundete die Gegend und besuchte auch den Campingshop und stiess auf schöne, bunte Kunststoffgläser, die dann auch sogleich gegen Bezahlung in unser persönliches Eigentum übergingen.

11.6.

Elfi hat heute Geburtstag *hehe*
Nach einem tollen Frühstück gabs dann das Geschenk, was es ja auch galt, ständig geheim zu halten und irgendwo zu verstauen, wo sie es nicht gleich finden sollte.
Unter dem Beifahrersitz guckt eh nie jemand nach und der gefundene Ort war "safe".
Sie war schon baff, als ihr ein neues EiPäd Air aus der Geschenkverpackung entgegenlinste, aber die Freude war groß.
Daheim muss Elfi noch mit einem Pad der ersten Generation auskommen, ich dagegen hatt schon ein neues Tablet bekommen
Heute Abend gingen wir dann auch im Restaurant essen und verweilten den Rest des Abends dann vor dem WoMo. Am nächsten Tag gabs dann frischgebackene Brötchen und ein tolles Frühstück in der Sonne vor dem Mobil.

Weiter ging es dann in Richtung Frankreich. Doch welche Route sollten wir nehmen, Autobahn, Bundesstasse oder Landstrassen?
Wir entschieden uns, auch und um vor Allem Eindrücke der Landschaft aufzunehmen, für die Landstrassen.
Ziel war der Stellplatz am Hafen in Schwebsange
Vorher wollten wir eigentlich derr Stadt Luxemburg auch einen Besuch abstatten, der fiel aber wegen mangelnder Parkmöglichkeiten mit dem WoMo aus. Es mag Reisemobilisten geben, die immer und überall einen Platz finden, aber das Gewusel dort und dann noch bei der Hitze mit unserem Conner, dem eh bei diesen Temperaturen die Zunge bis auf dem Boden hängt......nein Danke.

Eingang/Rezeption + Restaurant am Hafen

Hier wollten wir für eine Nacht bleiben, also Quasi letzte Station vor Frankreich.
Der Stellplatz liegt etwas abseits des Campingplatzes, mit tollem Blick auf den Boots- und Yachthafen. Parzelliert und auf Rasensteinen standen wir hier erst fast alleine. Im Zuge der nächsten Stunden füllte sich der Platz jedoch zusehends.

Yachthafen

Gemütlichkeit

Am späten Nachmittag gingen wir dann im Restaurant des Hafens essen. Unsere neuen Stellplatznachbarn aus dem Kreis Mettmann (Hallo Heimat), begleiteten uns und es wurde noch ein lustiger Abend. Nachdem Elfi noch schnell eine Wäsche im Waschraum aufgestellt hatte, wir hervorragend Fisch und Steak aßen, gings dann zum Platz zurück, wo die beiden Nachbarn Cordula und Günni von ihrer Provence-Reise, die sie soeben im Begriff waren, zu beenden, erzählten.
Man merkt oft und dann recht schnell, ob man die selbe Chemie hat oder nicht. Hier passte es und wir lachten viel.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach einem schnellen Früstück dann weiter, endlich wollten wir nach Frankreich......jedoch, irgendwie kommt es anders als man denkt.
Bei der Abreise aus Heiderscheid vergass der dusselige Fahrzeugführer (also ich Depp) die Markisenkurbel zu verstauen.
Hier in Schwebsange behalfen wir uns mit einem Bootshaken, der uns freundlicherweise vom Betreiber der Anlage zur Verfügung gestellt wurde, aber wenn wir noch fast anderthalb Wochen unterwegs sein wollten und das Wetter weiterhin mit Sonne nicht geizen sollte, musste ne Lösung her. Der nächste Campingladen, laut Recherche im www, war ca. 75km entfernt, also keine Option. Auf dem Weg nach Frankreich nun durch D an der Grenze entlang kams mir in den Sinn.......BAUHAUS....die haben doch auch Markisen. Also nix wie hin.
Tja, alles niocht so einfach, aber dem geneigten Leser möchte ich nur mitteilen, dass wir jetzt eine kleien Handkurbel für Heimmarkisen haben, die sich aber in der Größe des Hakens, der in die (bei uns ist es eine Fiamma) Öse der Markise am WoMo eingeführt wird, schon unterscheidet.
Wie auch immer, es hat bis zum Ende der Reise gefunzt und für 15€ kann man nicht meckern.

Also weiter ging die Reise.
Auf Landstrasse Richtung France und auf einmal waren wir da.
F war erreicht, über die grüne Grenze, kaum merkbar, aber aufgrund der nun optisch völlig anderen Strassen- und Verkehssrschilder konnte mans dann feststellen.

Da gehts lang

Kreisel mit Storch, dem Wahrzeichen des Elsasß

Mit Richtung auf Sarreguemines gings über wunderschöne Landstriche weiter.
Wenn die Schilder "Bitche" zeigten, war damit nicht ein englisches Schimpfwort gemeint sondern die Direktion in Richtung dieser Ortschaft und liegt im Naturpark der Nordvogesen.

Bitche :-)

Da uns die zeit durch den Aufenthalt wegen der blöden Kurbel doch etwas mehr Zeit kostete als angenommen, überlegten wir kurz, welchen Platz wir anfahren wollten, bzw. wo wir ab dann unsere Route nim Elsaß entlang der Elsässischen Weinstrasse denn beginnen/fortführen wollten.
Wir entschieden uns für Oberbronn Camping l`Oasis.
Der Aufenthalt hier, weil sehr Abseits gelegen, war sehr unspektakulär, ist das Areal eher klein gehalten und ausser uns waren nur vereinzelt Wohwagen und zwei Wohnmobile auf dem Platz.

(Fast) allein auf weiter Flur

Da wir hier nur eine Nacht bleiben wollten, gings daher auch am nächsten Tag weiter, wieder begleitet von wunderbarem Sonnenwetter.
Es ging über Wasselonne nach Molsheim und den Ursprtung der Rennwagenschmiede Bugatti zu besuchen.
Naja, besuchen........wir fuhren x-mal im Kreis auf der Suche nach einer Parkmöglichkeit und entschieden uns dann, weiterzufahren, da die Fabrik heute ohnehin in Dorlisheim liegt.

Die Tour ging weiter die Elsässische Winstrasse entlang durch einige sehr malerische und beschauliche Städtchen.
In Mutzig, oben auf dem Berrge gelegen steht das "Fort de Mutzig".
Das Fort Mutzig, die "Feste Kaiser Wilhelm II." ist eine zwischen 1893 und dem Ersten Weltkrieg erbaute Befestigung, die damals ihrer Zeit weit voraus war. leider konnten wir nur einige wenige von Aussen sichtbare Festungsteile sehen, da wir mit unserem Wuff nicht an den Besichtigungen und angebotenen Führungen teilnehmen konnten.

Fort de Mutzig

Der Adler thront über allem

Wuff und Frauchen

danach ging es über die Weinstrasse und Dorlisheim, Rosheim und Rosenwiller.
Nachdem wir in Molsheim die Ursprünge der Bugatti-Familie sehen konnten, standen wir nun in Dorlisheim vor der heutigen Fabrik.
In Dorlisheim ist auch die Gruft der Bugattis angelegt.
Aufgrund mangelnder Parkmöglichkeiten konnten wir nur wenige Bilder aus dem Fahrzeug heraus schiessen.

Bugatti

Bugatti Villa

Dann, in Obernai, am Ziel des heutigen Tages angekommen, freuten wir uns schon auf eine angenehme Dusche und ein leckeres Bierchen unter der Markise.
Hier am Campingplatz erfragte ich die Möglichkeit eines Stellplatzes für eine Nacht. Man teilte mir mit, es sei alles voll, evtl., wenn es denn nur für eine Nacht sei, im hinteren Bereich sei aber noch eine Parzelle frei, ich solle sie mir ansehen und Bescheid geben.
Wir also mit Wuff über den Platz....komisch, alles nur Belgier und Franzosen, aber doch viele WoMos.
Am angepriesenen Platz angekommen, schauten wir uns kurz an und dachten beide "Nein, Danke". Umgeben von Bäumen mit tief herunterhängenden Ästen, so dass ein Platzieren wohl mit Lackkratzeren einhergegangen wäre.
Ich mich artig bedankt und verabschiedet.
Im Herausgehen bemerkte ich eine Dame, die sich auch anschickte, zur Rezeption zu gehen und ich sah, dass sie aus einem WoMo kam, welches ein deutsches Kennzeichen aus Aachen hatte. Ich dachte mir nichts und bestieg unser Gefährt.
Schnell war klar, wohin wir ausweichen wollte, zwar etwas Fahrerei, aber egal.
Auf in Richtung Boofzheim, zum Camping du Ried, was in Grenznähe liegt und auch ein gut rezensierter Platz sein musste.
Als ich mich grad anschickte, dieses Areal hier bzu verlassen, bemerkte ich die Unmengen von Karten auf dem Lenkrad des Aachener Kollegens. Ich angehalten, rübergedackelt und ihm mitgeteilt, dass es halt in Boofzheim noch einen Platz gab.
Die Besatzung teilt mir dann mit, man hätte ihnen gesagt, es sei alles voll, also die Möglichkeit, sich den Platz, den wir uns noch hatten ansehen können, wurde hier gar nicht erst angeboten.
Um es vorweg zu schicken........ er stand dann auch irgendwann auf dem Platz in Boofzheim, als wir schon verstromt und ausgerichtet waren.
So kanns gehen.

Camping du Ried

CP in Boofzheim

Auch hier ging es nach nur einer Nacht weiter, so toll war der Platz jetzt nicht, als dass wir hier länger hätten verweilen wollen, allein schon in Ermangelung einer nötigen und annehmbaren Infrastruktur, sind halt Warmduscher, können damit aber bestens leben.
Entlang der Weintrasse war irgendwann Obernais erreicht. zwar ohne Stellplatz, aber mit einer V/E-Station, bzw. auch einem Tagesstellplatz ausgestattet.
Hier parkten wir uns schlenderten durch das schöne Örtchen, ebenfalls wieder bei tollstem Sonnenschein.

Obernais

Nach Obernais und weiter durch Chatenois, war das Abendziel der Campingplatz in Ribeauville, der uns von einigen Wohnmobilfreunden wärmstens empfohlen wurde.
Auf unserer Weinroute aber wollte ich unbedingt noch hoch zur Haute Koenigsbourg.
Leider ist es für Wohnmobile nicht wirklich einfach dort oben zu parken, aber allein die Anfahrt hoch zur Burg ist ein Erlebnis.
Oben angelangt....Parken.......? in dem Getümmel von menschen, mit unserem Wuff.....nein Danke.
Dennoch konnte ich eine genügend große Parklücke entdecken und stieg aus, um eine Impressionen des Ausblicks über die Landschaft festzuhalten.

Es folgte nun die Abfahrt, genauso herausfordernd wie die Auffahrt.
Richtung Ribeauville mit Ausblick eines Platzes auf dem Campingplatz Pierre de Coubertin.
Befreundete Wohnmobilisten berichteten so viel positives von hier, also auch wir wollten einen Eindruck erhalten. Ausserdem wollten wir in der Nähe einer Ortschaft sein, um Land und Leute und das Essen und Trinken der Region persönlicher und intensiver aufzusaugen.
Am CP angekommen.....eine Ellenlange, mit ca. 10 Wohnwagengespannen und Reisemobilien bestückte Anmeldekette von wartenden fahrzeugen.......Aja
Sollten wir warten?
Nein, kommt nicht in Frage!
Also wohin?
Die Frage war schnell beantwortet, hatte ich mir bei der groben Tourplanung schon eine Art "Best Of-Campingplatz" erstellt.
Nach Riquewihr gings weiter, zum CP Camping de Riquewihr, ca. 4,5km entfernt.
Ausgeschildert war er gut, doch das letzte Schild vor dem Abbiegen in die Zielstrasse zeigte "Fermé".
da mich mein Schulfranzösisch doch noch nicht ganz verlassen hatte, wusste ich ob der Worte und deren Übersetzung.
Geschlossen war er der Platz.
Ohne uns doch noch von gegenteil überzeugen zu wollen, nächstes Ziel aus der Liste rausgesucht und auf gings in 10km entfernte Kaysersberg, der Geburtsstadt von Albert Schweitzer, auf den CP "Municipal de Kaysersberg"
Es sollte sich herausstellen, dass dies die beste Wahl war, die wir hatten treffen können.

Campingplatz Kaysersberg

Wir kamen während der Mittagszeit (12-14h bewegt sich in Frankreich scheinbar gar nichts) an und mussten noch ca. eine halbe Stunde warten, ehe die Rezeption öffnete.
Nachdem ich artig Bonjour und Guten tag sagte, gings ans einchecken. Nur gut, dass wir Conners EU-Heimtierausweis mithatten, denn dieser wurde hier verlangt. Die Götter wissen, warum, bis dato ist uns dies noch nie irgendwo untergekommen.
Wir wollten mind. zwei Nächte bleiben, um endlich mal in Ruhe nund Muße eine Stadt an der Weistrasse mit ihren Brasserien und Weinlokalen intensiver kennenlernen zu können.
Aus zwei Nächten wurden dann aber dann 3, weils halt so schön war in Kayserberg.
Hier gab es Parzellen, die nur uns ausdrücklich für Hundebesitzer freigegeben sind, dafür durfte man in andere Bereiche des Platzes allerdings dann mit Hunden NICHT hinein.
Ausrichten, verstromen, SAT-Empfang testen, noch ein Stück zurücksetzen. Fertig.

Kurz darauf gings zur ersten Erkundungstour in Richtung Kayserberg.
Wir brauchten Bewegung und Wuff auch.
An der Rezeption sagte man uns, wir bräuchten nur aus dem CP raus, rechts über die kleine Brücke, am Bachlauf vorbei durch den Wald, dann immer geradeaus und dann seien wir auch schon da.
Laut Angaben auf einem Schild, was diesen Weg ebenfalls so signalisierte, wären es ca. 15 Minuten, also im erträglichen Rahmen, auch wenn die Sonne schon ganz schön runterbrannte.
So machten wir uns auf den Weg.

Ich hab zwar nicht auf die Uhr geschaut, aber so 15 Minuten werden es gewesen sein, da lag es vor uns, das "Tor" zur Stadt und über uns das Chateau Kayserburg (wohl Namensgeber der Stadt).

Hohle Gasse oder so ;-)

Blick auf die Kayserburg

Wir schlenderten durch die wirklich tolle Stadt. Man hatte das Gefühl, hier sei die zeit irgendwann stehengeblieben. Ein reiseführer meinte sogar, man können immer noch Löcher von Kogeln der Geschosse aus dem zweiten Weltkrieg an einigen Fassaden sehen.
Mir ist das nicht aufgefallen, aber wir suchten auch nicht danach.
Bäckereien, Tabak-Läden, Metzgereien und Weinlokale, die zur Verköstigung und natürlich zum Verkauf einluden. Dazu noch einige Touristisch sehr wirksame Läden mit allerlei Nippes.
Wir schlenderten durch die Gassen und liessen uns berieseln.

Abends gings dann zum Essen.
Dazu hatten wir uns schon am Nachmittag ein nettes Lokal ausgesucht, was uns geeignet erschien, uns dementsprechend verköstigen und bewirten zu können. *g*

Natürlich gabs Wein zum Essen. Elfi wählte einen Pinot Gris und ich einen Pino Blanc....oder wars umgekehrt?
Dazu als Speise einen Flammkuchen, Standesgemäs eben.
Ein toller Tag fand sein Ende.

3 Nächte wollten wir bleiben und immer wieder konnten wir auf unseren Spaziergängen nach Kayserberg neues entdecken, was uns vorher so nicht aufgefallen war. Die Stadt hatte Charme, war nicht zu aufdringlich und wir konnten entspannen.
Daher sei dem geneigten Leser nur noch mitgeteilt, da ich nicht jeden Tag hier explizit wie ein Tagebuch runterassleln möchte, dass uns Kayserberg sehr gefallen hat.



Der Aufenthalt hier war viel zu schnell vorbei, doch hiess es, weiterzuziehen.
Richtung Freiburg über Colmar sollte es gehen und so langsam wurde wieder Heimatkurs angepeilt.
Letzte Station sollte dann noch Klingenberg sein, bevor es dann am Freitag, 20.6. dann wieder nach Hause gehen musste.
Doch Eines nach dem Anderen.

Nach dem Abschied aus Kayserberg gings erstmal noch nach Turckheim.
Trois Epis war das Ziel. Hier ist im Jahre 1491 (glaub ich) einem jungen Mann die heilige Jungfrau Maria erschienen, die drei Weizenähren und ein Stück Eis in den Händen gehabt haben soll.
Des Weiteren gibts hier einen deutschen Soldatenfriedhof.
Und.......einen Wohnmobilstellplatz mit V+E.... !!!!!!!!

Von Turckheim aus führte uns der Weg nach Colmar.
was hab ich alles tolles über Colmar gelesen......dementsprechend gespannt waren wir auch.
Vielleicht ist es wichtig, von wo aus man nach Colmar reinfährt. DAS, was wir jedoch immer noch im Kopf an Bilder haben.......ich sag zu unsnsehnlichen oder einsamen gegenden, wo man nicht sein mag, dass "ich hier nicht Tot überm Zaun hängen" möchte, aber sorry an alle Frankreich und Colmar-Freunde, genau dieser Eindruck hat sich uns vermittelt.
So fuhren wir also weiter, etwas irritiert, in Richtung Deutschland über die Grenze, ohne die so angepriesene historische Altstadt zu erleben.

So! wieder "Daheim", noch nicht ganz, aber wieder deutschen Boden unter den Sohlen, bzw. Tatzen.

Nächste Destination sollte der Stellplatz am Freizeitcenter Oberrhein in Rheinmünster sein, wo wir für eine Nacht stehen wollten. Am nächsten Tag sollte es dann noch zu unseren Freunden Horst und Sabine nach Neckarbischofsheim gehen.

Ich machs kurz: Der Platz hat uns NICHT gefallen.
So riefen wir Bine und Horst an, um uns bereits heute anzukündigen.

So fuhren wir also heute bereits in Richtung Sinsheim und wurden von Sabine augrund von Baustellen und neuen Verkehrsregelungen bereits an der Tankstelle Ortseingangs in Empfang genommen.
Wir verbrachten einen angenehmen Abend gemeinsam.
Wir saßen in der Pizzeria und Abends noch gemütlich daheim.
Horst und Bine zeigten uns den Ort mit vielen verschiedenen Facetten.
Am Donnerstag gings dann noch auf den Sportplatz zum Kaffetrinken und dann hiess es auch schon wieder Abschied nehmen.

Wir fuhren zum Abschluss unseres Urlaubs noch nach Klingenberg und wollten den letzten tzag hier in Sonja´s reisemobilhafen ausklingen lassen.
Dort angekommen........alles voll.
Doch als "Wiederholungstäter" erkannt konnten wir für eine Nacht von Norbert noch einen schönen Platz zugewiesen bekommen.
Hier hatte ich zwar keinen SAT-Empfang aufgrund eines störenden Baumes, aber einen Tag ohne Fussball-WM konnte ich aushalten.
Auch zum Ausklang gingen wir nochmal Essen.
Im Restaurant "Haus am Platz", bei unserer alten Bekannten aus Gelnhäuser Zeiten (also aus Elfis alten Zeiten), aßen wir wieder richtig gut.

Letzter Urlaubstag und Heimfahrt.
Sind echt schon 14 Tage vergangen?
Kaum zu glauben. So viele tolle neue Eindrücke haben wir aufgenommen, so schöne Landschaften gesehen und das alles bei strahlendem Sonnenschein die ganze Zeit.
Nach dem Frühstuck fuhren wir los und da es nach hause nicht so wirklich weit für uns ist, waren wir auch gegen Mittag schon Daheim.
Und jetzt langweilig wie immer:
In den Hof einparken, ausräumen, Frischwasser ablassen, Wäsche aufstellen, Wohnmobil innen reinigen, dann unser Appi-Mobil in seine Ruheposition bringen.
Dorts steht es dann bis zum nächsten mal, wenn wir wieder auf Tour gehen und sei es nur für ein WE.

EPILOG

Wir haben viel gesehen, viel erlebt gemeinsam auf unserer Tour.
Ich habe mich bemüht, so ausführlich, aber für den Leser auch so interessant wie möglich die Stationen unserer Tour darzustellen.
Natürlich habe ich meinen eigenen Stil des Schreibens. Wer diesen nicht mag, der möchte zukünftig unsere Seiten meiden.
Wems aber gefällt, ist gerne eingeladen, anderen davon zu berichten.

Auf dieser Reise haben wir so viel neues gelernt, auch im Umgang mit anderen Menschen, aber auch mit uns selber.
Es mag auch viele andere Ziele im Elsaß geben, die unbedingt hätten Betrachtung finden müssen oder sollen. Wir haben uns aber für diese Weise der Anschauung und Tour entschieden.

Auch die Nutzung des Reisemobils und Optimierungspotential ist uns nun wesentlich intensiver von der hand gegangen, bzw. ist entstanden.
So werrden demnächst sicherlich ein Luftfahrwerk auf der Hinterachse und Spurverbreiterungen ein Thema sein, was montiert werden sollte, ebenso automatische Hubstützen, dazu suche ich aber noch einen, der mir Geld vom Himmel regtnen lässt.

Wo uns die nächste große Reise die wir dann für 2015 planen, hinführen mag, können wir nicht sagen und es gibt so viele Ziele, die wir gerne sähen.
Norwegen für drei Wochen?
Nochmal Frankreich, dann aber Provence oder Bretagne?
Schweiz, ins Land meiner Vorfahren?
Kroatien......?
Gardasee.......?
oder doich in Deutschland eine Reise....?

........wir werden sehen!

Gruß
Harald und Elfi mit Conner