Appi-Mobil

Deutsche Alpenstrasse/Allgäu

30.4. - 13.5. ALLGÄU

was ein Panorama

Endlich war es soweit, der lang ersehnte Urlaub war da!
Ich weiss nicht, ob ihr noch das Gefühl kennt, wenn man sich wie ein kleines Kind tierisch auf etwas freut und der Tag X ist dann endlich da.
So bei uns im Vorfeld zu unserer ersten richtigen Tour mit dem neuen Rapido.
Zum einen freuten wir uns, 14 Tage endlich raus zu kommen, Arbeit Arbeit sein lassen zu können und den Streß der vergangenen Monate abzuschütteln.
Zum Anderen aber auch musste schliesslich das neue WoMo auf Herz und Nieren getesten werden. Das Fazit hierzu gibts unter "Unsere Wohnmobile" --> RAPIDO F

Bei den Vorbereitungen zur Auswahl des Reiseziels war uns recht schnell klar, dieses Jahr wollten wir in Richtung Berge, also lobten wir die deutsche Alpenstraße als roten Faden unserer Tour aus.

Ich unterlasse es an dieser Stelle, die berühmten Details zum Einladen des Wohnmobils zu kommunizieren, die kennt ein jeder von sich selber bestimmt ähnlich!

Dennoch gings dann auch am Samstag Morgen gg. 9h los und nachdem wir uns noch bei unserem Bäcker mit allerlei Leckereien für unterwegs eingedeckt hatten.



STETTEN AM BODENSEE

Erste Station vor der Allgäu sollte mal wieder der Bodensee sein, hier hatten wir uns ebenfalls wiederholt den Platz in Stetten an der alten Brennerei ausgesucht. Einen ausführlicheren Bericht dazu findet ihr HIER (klick mich) .

Mit den üblichen Pausen, auch und vor Allem für Conner gings sehr Stau- und Streßfrei zum Bodensee und das Wetter meinte es gut mit uns. Sogar so gut, dass ich bemängelte, keine kurze Hose mitgenommen zu haben, aber seis drum, so dachte ich.

Über die A3, A5, A67, A6, A8, A81 und zuletzt die A98 ging es gut voran.
Vorbei an Karlsruhe, Stuttgart, Villingen-Schwenningen in Richtung Singen, dann die B31 über Stockach an den Bodensee.

Hier angekommen erst mal die Stühle raus und mit Conner Gassi gegangen.
Danach schön in die Sonne und aufs leckere Abendessen in der Brennerei gefreut!

Stellplatz in Stetten

Leider setzte dann auf einmal sowas von Starkregen und recht starker Wind ein, daß wir das Abendessen leider ausfallen lassen musste. Wir wollten weder selber, noch mit nassem Hund in das Lokal gehen, also gabs einfach was von den Resten des Bäckereinkaufs am Morgen und einen gemütlichen Fernsehabend im Mobil.
Am nächsten Tag wollten wir ja eh weiter.

Am nächsten Morgen leider immer noch etwas regnerisch, ging es in Richtung Lindau am Bodensee entlang und von Lindau aus dann auf die B308, die hier auch als "Deutsche Alpenstrasse" beginnt.
Über Sigmarszell, Scheidegg, Lindenberg im Allgäu ging es gen Oberreute und am Alpsee vorbei nach Immenstadt.
leider meinte es das Wetter nicht gut mit uns, so dass wir die Strecke ohne besondere Aufmerksamkeiten an ohnehin nicht sichtbarer Natur zurücklegten.
Nächster strategischer Punkt sollte Bad Hindelang sein, doch auch hier: Regen und recht kalt
Also weiter über die Jochstraße nach Oberjoch.

In Oberjoch angekommen war es saukalt, nebelig und es nieselte.
Während ich mir mit Conner die Beine vertrat, weilte Elfi derweil im Rapido.

Trotz etwas mulmigen Gefühls meiner Beifahrerin hat mir die Fahrt durch den Pass richtig Spaß gemacht, auch weil die Automatik des 130PS Boliden seine Arbeit ganz hervorragend verrichtete. Auch hier also ein erster Härtetest des neuen Reisemobils.
Ein Video mit der Passfahrt gibts ebenfalls:

Das Appi-Mobil unterwegs am Oberjochpass

Das Appi-Mobil in Oberjoch

Infocenter Oberjoch

Nach diesem ersten Highlight der Tour ging es dann recht entspannt in Richtung Füssen weiter.
Ohne wichtigen Vorkommnisse fuhren wir entlang des Forggensees unserem Ziel in Lechbruck entgegen.

Am Nachmittag kamen wir dann am Ziel, dem Campingolatz Via Claudia an.
Das Anmelden und Platz aussuchen ging recht flott, denn um diese Zeit beginnt der CP quasi erst an zu erwachen. Man sagte uns, hier hätte man bis vor kurzem noch Schnee gehabt.
Also gut! Platz ausgesucht und alles eingerichtet.

Eingang CP Via Claudia

Rapido 666F mit Fiamma Side w pro

Hier wollten wir sechs Tage bleiben.
Der einzige Grund dafür war, einfach mal nichts zu hören und zu sehen, runterzukommen und uns zu erden.

Samstag, den 7.5. ging es dann weiter die Alpenstrasse weiter.
Wir wollten aber nach Füssen zurück und hier die in der nähe liegenden Königsschlösser besuchen.
Mit einem WoMo gar nicht so einfach und der Trubel, der hier herrschte, war uns einfach nichts. Also nur ein paar Photos gemacht und weiter ging es Richtung Garmisch.
Nicht auszudenken, was sich hier an Menschenmengen in der Hochsaison durchschiebt.

Überhaupt waren wir schon etwas enttäuscht von der ganzen Optik, vor Allem Neuschwanstein wird immer aus der Luft dargestellt und kommt da immer so majestätisch daher.
Davon war vor Ort gar nicht viel übrig.
Naja, wir habens halt gesehen.

Schloß Hohenschwangau

Sxhloß Neuschwanstein

Weiter ging die Tour dann über Bad Bayersoien über Unterammergau, Oberammergau, Ettal in Richtung Garmisch Patenkirchen.
Hier hatten wir uns vorgenommen, den SP am Wank aufzusuchen, was wir auch taten.
Gottseidank war hier alles belegt.
Gottseidank, weil uns der Platz als Parkplatz noch genehm gewesen wäre, aber nicht als Aufehnhalt für 1-2 Nächte.
Alles betoniert, alles dicht an dicht und ansonsten auch keine Augenweide.
Wer für eine Nacht als Durchgangsplatz gen Süden hier steht, ok, aber auch nicht mehr!

Wir fuhren weiter und fragten das Navi nach Plätzen in der Umgebung.
Wir entschieden uns dann für den knapp 4km entfernten Stellplatz "Zugspitzblick", von dem ich auch schon gehört und gelesen hatte.
Wir dort angekommen und auch schon über den Platz gelaufen und einen Platz ausgesucht.
Nachdem meine Gattin der netten Dame an der Rezeption dann sagte, wir seien mit Hund unterwegs, fragte sie, ob wir denn nicht mal "oben" am zweiten Platz nachschauen möchten.
Zweiter Platz..... Hä?
Nachdem mir Elfi dann das Prospekt des benannten Platzes zeigte, wusste ich, hier war ich doch falsch, ich wollte doch eh auf den Platz da "oben" ! ;-)
Also gut, runter vom Gelände und knapp einen Kilometer weiter "oben" angekommen war klar: Hier bleiben wir, mal mindestens eine Nacht. Letztendlich wurden zwei draus.

CP Rezeption mit Ausblick auf die Berge

was ein Panorama

Rapido im CP Resort Zugspitze

Nach zwei entspannten Tagen ging es weiter von Garmisch in Richtung Walchen- und Kochelsee.
Die Fahrt war schön, das Wetter toll und sogar die Klimaanlage kam zum ersten Mal zum Einsatz.

Walchensee

Entweder waren wir zu blöd oder blind, zumindest konnten wir an beiden Seen kaum bis wenig Platz zum Halten finden, so dass auch hier leider, wie übrigens im Verlauf der Tour leider noch öfter geschehen, ein Schlendern durch die wirlich schönen Städtchen ausfallen musste.

Allerdings habe ich auch hier ein Video, was die Anfahrt über die Passstraße zum Kochelsee zeigt, in meinem Youtube-Kanal eingestellt.

Weiter gings dann über Bad Tölz und Lenggries in Richtung Achenpaß.
Ein kurzer Halt am Sylvensteinsee zum Auslauf für Wuff musste sein und auch wir spazierten hier am See entlang.

Sylvensteinspeicher

Sylvensteinstausee

Die nächste "Herausforderung" wartete schon mit dem Achenpaß voraus. Nach dem Sylvensteinsee dauerte es nicht mehr lange und wir überquerten den Achenpass im Grenzgebiet zu Österreich.
Teile der hier verlaufenden B307 verlaufen durch Österreich und Deutschland gemeinsam.
Der Paß liegt auf ca. 941m Höhe

Nach dem Überqueren des Achenpasses gings für uns weiter Richtung Kreud und Wildbad Kreuth.
Alles sehr unspektakulär und ruhig. Durch malerische Örtchen und landschaften führte uns unser Weg und wir liessen den Ducato einfach rollen.
Das Ziel lag voraus und Hiess Rottch-Egern, bzw. der Tegernsee.
Hier angekommen hatten wir keine Chance auch nur annähernd einen Parkplatz zu bekommen.
Entweder nur für Busse oder PKW und auch schon gut belegt.
Das hat mich zwar leicht ange..sst, aber die werden schon ihre Gründe haben und scheinen Wohnmobilisten nicht haben zu wollen.
Beim Vorbei- und Durchfahren am See entlang und durch Rottach-Egern glaubte ich kurz, ich sei auf der KÖ in Düsseldorf.
So viele Läden, wo man nur mit viel Geld reingeht, dachte ich bei mir und die op.g. These manifestierte sich immer mehr im Hirn.
Also gut, ein paar Photos aus dem Auto gemacht und weiter.

Am Tegernsee

Hier auch ;-)

An unserer nächsten Station, dem Schliersee, das gleiche Bild. Als Bus hätte ich Parken können, auch als PKW.
Wir hatten dann vor, am M. Wasmeier Museum zu halten, aber da war grad eine Baustelle und ich hatte keine Lust auf Kurbelei am Lenkrad.
Also auch hier weiter.

Irgendwann kamen wir dann, oin Richtung Bayrischzell an der Wendelsteinbahn vorbei.
Hier kurz angehalten, einen kleinen Snack für uns und Wasser und Auslauf für Conner und ein paar Photos geschossen.

Wendelstein

Wendelstein-Seilbahn

etzt gings von Bayrischzell über die Tatzelwurmstrasse in Richtung Nußdorf am Inn und weiter nach Aschau.
Eigentlich aber wollten wir gerne in der Nähe von Bayrischzell übernachten, aber die ausgewiesenen Plätze gefielen uns nicht, so dass wir noch komplett bis nach Aschau fuhren.
Hier stellten wir uns auf den CP "Am Moor" für eine Nacht und am nächsten Tag wollten wir dann weiter zum Chiemsee.

CP "am Moor" in Aschau

Idyllisch im Moor

Dem geneigten Leser wird nun aufgefallen sein, dass wir am 30.4. losgefahren sind.
Vom 1.-7.5 waren wir in Lechbruck.
Danach dann zwei Tage in Garmisch bis zum 9.5.
Da wir am 13.5. wieder zu Hause sein mussten/wollten/sollten, da ja immerhin die Pfingsttage vor der Tür standen, mussten wir uns entscheiden, ob wir noch bis zum Königsee fahrten und unterwegs noch einen Stop einlegen um dann den Rückweg in einem Rutsch zu bewältigen, oder hier, in Nähe des Chiemsees abrrechen und die Heimreise jetzt schon mit einem Stop antreten.

Letztlich haben wir uns für letzteres entschieden.

Wir verliessen Aschau in Richtung Gunzenhausen ins Altmühltal.
Eigentlich wollten fir zum CP "Fischer Michl", aber unterwegs dämmerte mir, dass hier am Altmühlsee ja auch unweit der Brombachsee liegt.
Da wir auch hier immer mal hinwollten, war der Entschluss schnell gefasst nach Absberg, zur Badehalbinsel am Brombachsee zu fahren.

Über Autobahn und noch etliche Kilometer über Land kamen wir dann auch am Dienstagmittag zeitig am Brombachsee an.

Da der Brombachsee mit seinem Stellplatz hinreichend bei Reisemobilisten bekannt sein dürfte, spare ich mir jetzt weitere Darstellungen.
Allerdings hat der Minigolfplatz hier scheinbar einen neuen Betreiber, der auch das Lokal bewirtschaftet. ich hab hier ganz tolle Calamares gegessen, so wie die auch angerichtet waren, kennt man die hierzulande kaum.
Des Weiteren erwähne ich der Vollständigkeit halber, dass der Baufortschritt des zweiten und wohl auch dringend benötigten Sanitärgebäudes schon sehr weit ist.

SP am Brombachsee

Neubau Sanitärgebäude

Calamaresteller

Eigentlich kann ich den reisebericht schliessen.
Wir sind dann nach dem Brombachsee noch kurz nach Klingenberg gefahren, aber nur, um hier kurz vor der Heimat nochmals Halt zu machen.
Leider mussten wir feststellen, dass unser gern besuchtes Lokal "Am Platz" geschlossen hatte, bzw. den Betrieb eingestellt hat seit Januar 2016

Wie dem auch sei.
12 wunderschöne und vor Allem erholsame Tage mit vielen neuen Eindrücken gingen zu Ende.
Es bleibt wie immer die Vorfreude auf die nächste Tour!